Ich möchte mich Dir zunächst ein wenig vorstellen, damit Du auch weisst, mit wem Du es überhaupt zu tun hast.

Mein Name ist, wie Du Dir sicherlich bereits denken kannst, Kate und ich habe am 29.01.1988 im evangelischen Krankenhaus von Zweibrücken das Licht der Welt erblickt. Natürlich wurde von der Ärzten zuerst mein Geschlecht bestimmt; männlich. Zugegeben gibt es biologisch nicht so viele Auswahlkriterien an denen das festgestellt werden kann. Was dies für meinen Lebensweg bedeutet, erfährst Du hier. (Beitrag folgt...)


Denke ich heute zurück an meine frühe Kindheit, erinnere ich mich bis auf ein paar Momente eigentlich kaum noch an die Zeit vor der Schulpflicht. In der Schule hatte ich einige Anpassungsschwierigkeiten und so fand ich mich eines Tages bei einem Psychologen wieder. Natürlich verstand ich zu diesem Zeitpunkt nicht, was ich da zu suchen hatte, aber irgendwer war wohl der Meinung, ich sollte untersucht werden.

 

Die heutzutage vermutlich weit verbreiteste Diagnose von unruhigen Kindern ist ADHS. Doch was genau ist damit gemeint? Darauf möchte ich in meinem Beitrag genauer eingehen. (Beitrag folgt...)

 

Meine Kindheit verlief bis auf ein paar schulische Auseinandersetzungen, die sicherlich jeder kennen dürfte, überwiegend glücklich und es mangelte mir an nichts. Eigentlich ging es mir richtig gut, allerdings war ich bereits in diesem Alter schon irgendwie anders.

 

In jungen Jahren schon, interessierte ich mich für Mädchenkleider, was auch meiner älteren Cousine nicht verborgen blieb. Dann kam das, was kommen musste, sie steckte mich zunächst in einen ihrer Röcke und danach in ein Prinzessinnenkleid. Heute kann ich mich glücklicherweiße daran nicht mehr erinnern, allerdings scheint davon noch ein Bild zu existieren, was ich nur zu gerne verdränge. 😊

 

Laut Aussage meiner Mutter durfte ich meine Kleidung bereits recht früh selbst bestimmen und wählte gerne Pullover in Violett oder Pink. Vielleicht zeichnete sich damals schon ab, dass ich einmal zu Kate werden sollte.  

 

Im Urlaub, bei einer T-Shirt Druckerei, daran erinnere ich mich noch, hätte ich viel lieber ein Shirt mit Fransen gekauft, allerdings klärte man mich da auf, dass dieses für Mädchen sei.

 

…eben!

Bis zu meinem 15. Lebensjahr spielte ich Fußball bei einem örtlichen Verein, doch auch da bemerkte man recht früh, dass ich etwas anders war. War ich doch der Torwart, der sich nach dem Training gerne in den vorhandenen Sandkasten setzte und mit seinen Spielzeugautos spielte, anstatt mit den anderen weiter zu kicken.

 

Ich kann mich gerade noch dunkel daran erinnern, dass ich als Kind sogar mit Barbies gespielt habe, oh ja, ich hatte sogar das Barbie Auto, sorry Mädels. ;-)

 

Selbst an mir ist die Pubertät nicht ohne weiteres vorbei gegangen, so entdeckte ich nicht nur meine eigene Sexualität mit meinen teils speziellen Vorlieben, sondern auch Ebay, als einfache Möglichkeit, mich mit tollen Damenkleidern einzudecken.

 

Im Laufe meiner Jugend hatte ich auch mehrere Partnerschaften mit Mädels, die zunächst aber nichts von meiner Neigung erfahren sollten.

 

Zwischendurch packten mich immer wieder Selbstzweifel, ob mit mir was nicht stimmt. Ich vermutete, dass es sich dabei um eine Art Sucht handelt und ich mit genug eigenem Willen davon lösen könnte. So machte ich mich auf und warf meine ganzen tollen Sachen in einen Altkleidercontainer. Heute bereue ich es sehr, dies getan zu haben. Ich versuche sogar immer noch Kleidungstücke aus dieser Zeit wieder zu finden.

 

Nach einigen unangenehmen Zwischenfällen, die ich hier zunächst nicht weiter erläutern möchte, konnte ich mich dann einer meiner Partnerinnen öffnen. Nach all den Jahren des Schweigens war es ein sehr befreiendes Gefühl, dieses Schweigen endlich brechen zu können. Meine Partnerin hat mich zwar unterstützt in dem was ich tat, konnte dem ganzen aber nur sehr wenig abgewinnen, leider.

 

Mit Ihrer Hilfe schaffte ich es jedoch, zunächst mich meinen Eltern gegenüber zu öffnen. Nicht, dass ich etwas zu befürchten gehabt hätte, aber so etwas ist einfach nicht so leicht.

Mein vollständiges Outing fand allerdings erst nach dieser Beziehung statt und war anders als ich es mir je hätte erträumen lassen. Natürlich hatte ich viel Angst davor, mein Gesicht zu verlieren, doch diese Angst war zumindest in meinem Fall unbegründet. Warum auch Du deine Fesseln lösen solltest, verrate ich dir hier. (Beitrag folgt...)

 

Dank einem weiteren wunderbaren Menschen bin ich nun seit Juli 2016 endlich auch bereit, als Kate richtig am Leben teilzunehmen und nicht nur manchmal zu Freunden zu gehen. Auch wenn ich hier garnicht alle erwähnen kann, die mich im Laufe der Jahre nicht nur toleriert sondern akzeptiert, respektiert und gar unterstützt haben, so ist es jetzt an der Zeit Danke zu sagen! Hier möchte ich mich bedanken!

 

Nun bin ich bereit für neues und freue mich der Dinge, die mich noch erwarten.